Shalom, See Genezareth

Um 8.30 Uhr liegt der See noch im Dunst der Morgensonne. Die gegenüberliegende Hügelkette mit dem Berg der Seligpreisung ist nur schemenhaft zu erkennen. Schnell besteigen wir ein motorbetriebenes Holzboot und die Rundfahrt über den See beginnt.

Es weht eine angenehme Brise. Auf dem See stellt der Bootsführer den Motor ab und in die Stille hinein sagen Heinz Klöckner und Monsignore Schrupp einige bedächtige Worte (Worte aus der heiligen Schrift). Auf der Rückfahrt erkennen wir die bibelträchtige Ortschaft Tiberias auf einem Hügel. Sie werden wir heute noch öfters sehen, denn unsere Gruppe bewegt sich nun den weiteren Tag immer am Rande des See’s.

Zuerst besuchen wir Mensa Christi, wo Jesus gemäß unserem Glauben, nach Seiner Auferstehung den Jüngern erschienen ist und mit ihnen ein Mahl gehalten hat. Mediterrane Bäume spenden am Zuweg etwas Schatten, die Kapelle liegt dann direkt am See.

Nur unweit entfernt liegt Tabgha (Brotvermehrungskirche), wo das bekannte Brotvermehrungsmosaik aus dem 5. Jahrhundert zu sehen ist. Daneben gibt es etliche, ähnlich alte Mosaiken mit Vogelmotiven zu bestaunen

Bis Kapernaum, der Stadt des Wirken Jesu (z.B. Heilung eines Gelähmten), sind es auch nur wenige Km. Sehenswert sind die Ruinen der alten Synagoge sowie der ausgegrabenen Grundmauern von Kapernaum.

Es begegnen uns heute an allen biblischen Stätten Pilgergruppen aus aller Herren Länder, teilweise mit schönen bunten Trachten.

Als wir nach dem Mittagessen den Berg der Seligpreisungen erreichen, ist es etwas ruhiger. In der sehr ansehnlichen Kirche sind in hebräischer Schrift Auszüge der Bergpredigt anzuschauen. In einem kleinen Hain aus Palmen, Eukalyptus- und sehr alten Gummibäumen hält Monsignore Schrupp mit Pater Metryk (Martental) eine Messe. Der leichte Wind trägt unseren Gesang über den See Genezareth.

Nach einem kleinen Fußmarsch sind wir froh, dass der Bussfahrer Johnny den Kühlschrank mit Wasserflaschen wieder aufgefüllt hat.

Die Reiseleiterin Marion führte uns souverän durch den Tag.

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Wir sind unterwegs!

Die Sonne scheint bereits heute morgen um 7 Uhr, als sich die Pilgerschar beim Morgenläuten des Eifeldoms auf dem Parkplatz an der Kirche sammelt.

Bis auf leichte Verkehrsstockungen bei Bonn verläuft die Anfahrt über die Autobahn zum Düsseldorfer Flughafen problemlos. Unterwegs werden vorsorglich die Reisepassdaten aller Teilnehmer in einem Laufzettel erfasst, diese brauchen wir bei der Einreise nach Jordanien. Mit einer kleinen Andacht im Bus stimmt uns Monsignore Schrupp auf die Pilgerfahrt ein.

IMG_2275Gegen 11 Uhr haben die ersten Teilnehmer bereits die doppelten Sicherheitskontrollen im Flughafen hinter sich gebracht und ruhen sich im Abfertigungsgate B35 aus. Pünktlich um 12.40 Uhr (MEZ) hebt unser Flieger ab und eine gute halbe Stunde später haben wir die Flughöhe von über 10000 Meter erreicht. Der Flug AB8804 geht nun immer in südöstlicher Richtung bis Tel Aviv. Bedingt durch etwas Rückenwind dauert der Flug etwas weniger als die geplanten 4 Stunden.

IMG_2282Unsere Reiseleiterin Marion nimmt uns mit dem Busfahrer Johnny in Empfang und gibt uns auf der Fahrt zum See Genezareth einen ersten erklärenden Eindruck von Israel (Politik, Klima, Religionen). Als wir das Hotel erreichen, ist es bereits dunkel.

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Es ist soweit!

Die lange Zeit der Planung und Vorbereitung ist nun vorbei. Noch einmal ausschlafen und dann beginnt morgen in der Frühe unsere Reise in das Heilige Land.

„Zurück zu den Wurzeln unseres Glaubens“ lautet das Leitmotto der Pilgerfahrt. Das umfangreich zusammengestellte Besichtigungs- und Besuchsprogramm wird dieser Überschrift mehr als gerecht.

Der Anreisetag wird für uns viele Stunden haben, denn die Abfahrt in Langenfeld ist um kurz nach Sieben und der Reiseplan sieht vor, dass wir gegen 21 Uhr Ortszeit im Hotel Nof Ginnosar am See Genezareth ankommen werden.

„Sei mutig und stark! Habe keine Furcht und keine Angst! Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst!“ (Josua 1.9)

Mit diesen motivierenden und unterstützenden Worten aus der Bibel werden wir die Fahrt froh und positiv angehen. Möge sie jedem Beteiligten die Bestätigung und Erkenntnis in unseren Glauben bringen, die wir uns wünschen.

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Nur noch 6 Tage

Jetzt können wir die Stunden schon zählen. So Gott will, sind wir heute in einer Woche bereits im Heiligen Land.

Ich denke, dass sich jeder voller Erwartung auf die Reise freut. Die letzten Vorbereitungen sind erledigt und hoffentlich bald die Koffer gepackt.

Voller Dankbarkeit bin ich für diese 10. Reise. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass wir diese 10 Fahrten zusammen bekommen und sie mit großer Begeisterung angenommen werden. Was als eine Idee für eine Fahrt nach Rom 1997 begann, entwickelte sich zu einer festen Einrichtung.

Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre fahren können. An Zielen mangelt es sicherlich nicht, denn diese schöne Welt hat noch so viel, zu dem es sich lohnt, hinzufahren. Und Gott-sei Dank – wir alle sind neugierig.

 

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10. Pilgerreise der Pfarrei Langenfeld

1995 kam man im Pfarrgemeinderat auf die Idee, eine eigene Pilgerfahrt vorzubereiten und den Pfarrangehörigen anzubieten.

Nach einer gehörigen Skepsis und noch mehr Überzeugungsarbeit der Befürworter entschied man sich dann doch, für das Jahr 1997 die erste Fahrt nach Rom anzubieten. Man hat noch bis heute die Fahrten mit mindestens zwei Jahren Vorlaufzeit angekündigt. Man wollte allen Gelegenheit geben, an der Reise teilnehmen zu können, in dem eben bei Bedarf der Preis zusammen gespart wurde.

Richtig überrascht war man dann im Pfarrgemeinderat, dass sich innerhalb kürzester Zeit 49 Teilnehmer meldeten, die mit auf große Fahrt gehen wollten.

Am 18. Oktober 1997 hatte das Warten ein Ende und morgens wurden alle vom eingesammelt. Die Fahrt von Herrn Dechant Josef Schrupp mit 48 weiteren Pilgern konnte beginnen. Über Verbania am Lago Maggiore ging es in die Heilige Stadt Rom. Der erste Weg ging auf den hell erleuchteten Peters-Platz. Hier war am Tage die heilige Thérèsia von Lisieux von Papst Johannes Paul II.  zur Kirchenlehrerin erhoben worden.

Unser Paster konnte Messen unter dem Petersdom bei den Papstgräben, in der Katakombe San Sebastian und Sante Maria Maggiore mit der Gruppe feiern. Es wurde ausgiebig das christliche und weltliche Rom erkundet. Alles war neu und großartig. Somit war es nicht verwunderlich, dass die Reise ein voller Erfolg wurde.

Auf der Rückfahrt von Rom wurde das nächste Ziel der Fahrt 1999 verkündet. Die Pfarrei Langenfeld hat im idyllischen Nitztal seit Jahrhunderten eine Wallfahrtskapelle, die dem heiligen Jodokus geweiht ist. Daher war es ein absolutes Muss, dass die 2. Fahrt nach St. Josse-sur-mer in Frankreich ging, wo der Heilige gelebt und gewirkt hat. An Dreifaltigkeitssonntag ist der Hauptwallfahrtstag und der örtliche Bischof Jean-Paul Jaeger von der Diözese Arras besucht mit vielen Pilgern den Wallfahrtsort. Der Schrein des Heiligen Jodokus wurde von Männern aus der Kirche getragen bis vor einen auf freiem Feld vorbereiteten Altar. Dort fand dann eine Messe mit Bischof, dem örtlichen Pfarrer Abbe Clovis, dem Pfarrer von Neustadt/Wied Düren und unserem Pfarrer Monsignore Josef Schrupp statt. Selbstverständlich wurden alle weiteren Stätten des Heiligen Jodokus besichtigt: Die Eremitage und die Jodokus-Quelle.

Mit vielen neuen Eindrücken ging es dann wieder nach Hause, nicht ohne das nächste Ziel bekannt zu geben. Es wurde der Zwei-Jahres-Rhythmus durchbrochen, denn es stand das Jahr 2000 an. Neben dem Beginn eines neuen Jahrtausends war es auch ein Heiliges Jahr.

Aus Anlass des Heiligen Jahres 2000 – vom Papst an Heiligabend feierlich eröffnet – traf das „Friedenslicht aus Betlehem“ am 21.November um 9.10 Uhr mit dem Lufthansaflug LH 691 in Frankfurt ein. Es wurde am Vorabend um 18 Uhr in der Geburtsgrotte von Betlehem in Anwesenheit des Lateinischen Patriarchen Michel Sabbah und Vertretern anderer Konfessionen entzündet. 700 meist jungen Leute brachten das Licht dann auf verschiedenen Wegen in die Landeskirchen und Diözesen der Bundesrepublik. Von dort wurde es weiterverteilt, damit es am Heiligen Abend an den Krippen in den Kirchen und Familien brennt. Am 1. Advent wurde in unserer Kirche dieses Friedenslicht überbracht und brannte seitdem in einem großen Windlicht vor dem Altar. Dieses Licht übernahmen 49 Teilnehmer der Fahrt nach Rom am Vorabend in einer Grubenlampe, um es nach Rom mitzunehmen.

Am 13. Oktober ging es nach Rom. Alle 25 Jahre werden in Rom die Heiligenpforten im Petersdom, Santa Maria Maggiore, Lateranbasilika und St-Paul-vor-den Mauern geöffnet. Es gehört zur Tradition, dass alle vier Pforten an einem Tag durchschritten werden müssen. Leider durfte im Heiligen Jahr wegen des großen Andrangs von Pilgern keine Reise-Busse in Rom fahren. Also waren wir auf die U-Bahn und öffentliche Busse mit unseren 49 Teilnehmern angewiesen, um dieses Ziel zu erreichen. Mit Unterstützung unserer Reiseführerin Frau Dr. Inglesis ging dieses Abenteuer in Erfüllung und Stationen in Assisi und Innsbruck kamen alle wieder heil und gesund nach Hause.

Am 24. August 2002 gab es 50 Teilnehmer, die ein gemeinsames Ziel haben: Frankreich mit Lourdes.  Es ging über Orleans, Blois an der Loire, Tours (Stadt des heiligen Martin), Bordeaux nach Lourdes. Unvergessen blieb die heiligen Messe an der Grotte, die von einem indischen Bischof mit Herrn Pastor Schrupp zelebriert wurde, bei der der Pastor eine bewegende Predigt hielt. Da noch andere deutschsprachige Pilger in dieser Messe waren, war die Gruppe besonders stolz auf ihren Pastor.

Nach den Tagen in Lourdes nimmt der Bus Kurs Richtung Mittelmeer. Zur Mittagszeit wurde am Strand in der Nähe von Séte Picknick gemacht. Mancher konnte der Versuchung nicht widerstehen, wenigstens mit den Füßen ins Mittelmeer einzutauchen. Im Anschluss ging die Fahrt weiter durch die wunderschöne Camargue. Saintes-Maries-de-la-Mer hieß das nächste Ziel. Es ist der größte Wallfahrtsort der Zigeuner. Hier ist das Grabmal der heiligen Sarah, der Schutzpatronin der Roma und Sinti. Über die Papststadt Avignon ging  es nach Nevers, wo die heilige Bernadette begraben ist. Auf der Fahrt kam man an Ars vorbei und stattete kurz einen Besuch der Wirkungsstätte vom hl. Pfarrer von Ars ab.

Es endete dann eine beeindruckende Rundreise durch Frankreich. Bei vielen ist sie in bleibender Erinnerung geblieben.

„Der Weg beginnt an der Haustür“ – unter diesem Motto startete die Pfarrei St. Quirinus Langenfeld am Vorabend des 5. Mai 2004 ihren Weg zur 5. Pilgerreise nach Santiago de Compostela mit einer Messe zu Ehren des heiligen Jakobus. Hierbei wurde erstmals ein eigens für die Pilgerreise von Frau Irmgard Scholz komponiertes und getextetes Jakobuslied Welturaufgeführt.

Am nächsten Morgen ging es schon früh auf die mit 12 Tagen längste und mit am Ende über 5000 km bis dahin längsten Fahrt nach Santiago de Compostela. Erste Station war Le Puy en Velay. Hier beginnt einer der vier französischen Pilgerweg zum Camino frances. Für die Fahrt konnten wir einen der kompetentesten Reiseleiter Herrn Pastoralreferent Hubertus Kesselheim von der Firma Marx Reisen aus Morbach gewinnen. Mehr als 20 Jahre „Santiago-Erfahrung“ und die theologische Ausbildung waren die Garantie für eine perfekte Reiseleitung.

Über Conques, Toulouse, den Somportpass, Pamplona,  Santa Maria de Eunate, über die Puente la Reina, Santo Domingo de la Calzada, Burgos, Leon, Puente de Orbigo (20-bogige Brücke) und Astorga, Foncebadòn, Cruz de Ferro, El Acebo (einem alten, fast verlassenen Dorf) und O Cebreiro (Dorf mit urigen palloza-Hütten nach keltischem Vorbild) ging es zum Ziel der Fahrt: Santiago de Compostela. Selbstverständlich schritt die Gruppe durch die wegen dem heiligen Jahr geöffnete Heilige Pforte und besuchte das Apostelgrab unter dem Hochaltar. Um 12.00 Uhr war dann der absolute Höhepunkt der Pilgerfahrt: die heilige Messe mit Erzbischof Julian Barrio Barrio, bei der unser Pastor Schrupp koncelebrierte. Viele Tausend Pilger, unter ihnen auch viele Fußpilger, feierten gemeinsam den Gottesdienst. Nach der Kommunion wurde dann das 50 kg schwere und 1,20 m hohe Weihrauchfass gefüllt und imposant von sechs erwachsenen Männern durch das Querschiff geschwungen. Selbstverständlich ging es auch an den Atlantik zum „Ende der Welt“. Kelten, Römer und mittelalterliche Pilger glaubten, dass Fisterra (Finisterre) das Ende der Welt sei. Wenn man auf dem Kap steht, glaubt man tatsächlich, am äußersten Rand der Erdscheibe zu stehen.

Auf dem Camino nord ging es Richtung Heimat. Unterwegs besuchten sie die älteste Kathedrale Spaniens: San Martin de Mondonedo. Über Gijon, Covadonga (Geburtsstätte Spaniens), Santillana del Mar, Bordeaux, und Tours ging es wieder nach Hause. Alle waren sich sicher, diese beeindruckende Fahrt nie zu vergessen.

Die nächste Fahrt 2006 ging dann nicht so weit. Am 26. August ging es ins Nachbarland Österreich. Auf der Hinfahrt besuchte man den Wallfahrtsort Altötting und unser Pfarrer Monsignore Schrupp konnte auch an diesem berühmten Ort mit uns Messe feiern. Abends erreichten wir unser erstes Ziel Salzburg. Natürlich kamen wir am berühmtesten Sohn der Stadt Wolfgang Amadeus Mozart nicht vorbei. Weitere Besichtigungspunkte waren Mondsee, St. Wolfgang und Bad Ischl. Auf dem Weg nach Wien fuhren wir in Melk vorbei und lernten, dass es noch ein Maria Laach am Jauerling gibt. Selbstverständlich wurde die Hauptstadt der Republik Österreich ausgiebig besichtigt und da durfte Schönbrunn nicht fehlten. Auf dem Heimweg wurde nochmals in Passau Halt gemacht. Besonders festlich wurde dort bei unserem letzten Gottesdienst auf der größten Orgel der Welt unser obligatorische „Großer Gott, wir loben dich“ gespielt.

Seit 2005 hatten wir mittlerweile einen neuen Papst. Dies war für uns Grund genug, im Jahr 2008 ihn in der ewigen Stadt zu besuchen.  Am 16. Oktober 2008 machten sich 53 Pilger auf den Weg nach Rom. Über Mailand ging es nach Loreto, dem 2. größten Wallfahrtsort Italiens. Der Legende nach steht hier in einer großen Basilika das Haus von Maria aus Nazareth. Auch hier wurde hier eine Messe gefeiert. Von hier ging es zur zweiten Station: Assisi. Von dort fuhr man zum Zielort Rom. Am nächsten Tag gab es das Hochamt im Petersdom und der Pfarrer Monsignore Josef Schrupp der Pfarrei konzelebrierte. Wieder wurde in den kommenden Tagen alles in Rom besichtigt, das zu einem Besuch in dieser Stadt gehört: Spanische Treppe, Via Condotti, Trevi-Brunnen, Forum Romanum, Colosseum, Piazza Navonne, Pantheon, Lateran-Kirche (mit heiliger Messe), Santa Maria Maggiore, St. Paul-vor-den-Mauern, Sixtinische Kapelle, Ausgrabung unter dem Petersdom mit dem Petrus-Grab und Domentilla-Katakombe. Ebenso selbstverständlich ist am Mittwoch der Papstaudienz. Hier konnten wir dann unseren deutschen Papst sehen. Am Donnerstag musste dann Abschied genommen werden. Aber es ging nach Venedig, so dass die Trennung nicht so schwer fiel. Hier wurde dann am nächsten Tag im Markus-Dom wieder eine Messe gefeiert und der Dogen-Palast besichtigt. Natürlich musste auch eine Fahrt nach Murano zur Glasbläserei dabei sein. Am nächsten Tag ging es dann zum letzten Ziel der Reise nach Pertisau am Achensee. Sonntags wurde am Grab der heiligen Notburga die letzte Messe der langen Pilgerfahrt gefeiert.

Einhellige Meinung aller Teilnehmer: „im Jahr 2010 fahren wir wieder; diesmal nach Israel“.

Es war der dritte Anlauf, den bereits 2002 und 2007 gab es Versuche, aber immer hatten die politische Verhältnisse eine Reise nicht zugelassen. Und auch jetzt schien es noch nicht zu klappen, denn ein unaussprechlicher Vulkan in Island (Eyjafjallajokull) hätte beinah mit seinem Ascheregen der Flugreise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und noch eine Hiobsbotschaft kam, unser Pfarrer Monsignore Schrupp konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mitfahren. Ab trotzdem hob dann doch noch ein Jumbojet am 21. April 2010 vom Flughafen in Frankfurt ab, um dann nach gut 4 Stunden später in Tel Aviv 38 Pilger im Heiligen Jahr abzusetzen. Erstes Quartier wurde in Tabgha am See Genezareth bezogen. Von hier wurden der Golan, Banias, Kefr Kenna, Nazareth, der Berg Tabor, der Berg der Seligpreisungen, Brotvermehrungskirche und Kafarnaum besichtigt.

Über Akko am Mittelmeer ging es nach einem phantastischen Essen bei Drusen dann nach Jerusalem. Wegen einer Überbuchung kam die Gruppe dann im feudalen „Notre Dame“-Hotel direkt im Zentrum von Jerusalem unter. Von hier wurde dann des weitere Programm angegangen. Das Panorama Jerusalem im Morgenlicht, Kapelle Dominus Flevir, Pater-Noster-Kirche, Garten Gethsemani, Kirche der Nationen, Stefantor, Bethesda Teich, Via Dolorosa, Grabeskirche, Abendmahl-Saal, Dormitio-Kirche, Tempelplatz mit El-Aqsa-Moschee, Felsendom und Klagemauer standen ebenso auf dem Programm wie En Karem, Bethlehem, Massada, Qumran, Baden im Toten Meer.  Über Emmaus und dem biblischen Garten Neot Kedumim ging es nach einer beeindruckenden und erlebnisreichen Pilgerfahrt wieder nach Tel Aviv, wo ein Jumbojet der Lufthansa auf uns wartete, um alle gesund wieder nach Hause zu bringen.

Am 8. Mai 2012 hieß es für die Pfarrei Langenfeld zum 9. Mal auf große Fahrt zu gehen. Besonders froh waren alle, dass dieses Mal Pfarrer Monsignore Josef Schrupp uns wieder begleiten konnte. Die Ziele waren Barcelona, Madrid und Fatima.  Von Frankfurt aus flogen 45 Teilnehmer mit der Lufthansa nach Barcelona. Gleich nach der Ankunft erwartete uns als Programm-Punkt die weltberühmte Sagrada Familia. Dieses Werk von Architekten Gaudi hatte man nie zugetraut, dass es vollendet werden würde. In der Krypta in der Nähe des Grabes von Gaudi konnten wir mit unserem Pastor die heilige Messe feiern. Weitere Punkte waren Montserrat, dem berühmten Benediktiner Kloster in der Nähe von Barcelona und natürlich die Altstadt von Barcelona. Mit dem Bus ging es nach Madrid. Über Zaragoza fuhren wir durch das spanische Hochland zur Hauptstadt. Bei einer Stadtrundfahrt am nächsten Tag sahen wir alle Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt Kurze Halte wurden für die Fototermine am Torres Kio, den schiefen Türmen von Madrid genauso gemacht wie am weltberühmten Fußballstadion Santiago Bernabéu von Real Madrid.

Am Sonntag, den 13. Mai 2012 erreichten wir Fatima. Vor 95 Jahren war zum ersten Mal die Gottes Mutter den drei Hirtenkinder, Lúcia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto, auf einem freien Feld den Berichten nach erschienen. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Es hatten sich geschätzt über 150.000 Menschen zum Gottesdienst versammelt. Kardinal Gianfranco Ravasi, mehr als zehn Bischöfe, über 100 Priester und unser Monsignore feierten gemeinsam vor der Wallfahrtskirche die heilige Messe. Weitere Besichtigungspunkte waren das ehemalige Zisterzienserkloster der Heiligen Maria von Alcobaça und Nazare an den Atlantik, wo man bei einem guten Mittagessen die Seele baumeln lassen konnte. Den feierlichen Abschluss bildete aber die Messe mit unserem Pastor Schrupp in der Wallfahrtskirche von Fatima. Das letzte Lied „Großer Gott, wir loben dich“ kam aus vollem Herzen, denn man hatte zu danken, das wieder eine gelungene Fahrt ohne Probleme zu Ende ging. Von Lissabon ging es mit der Lufthansa nach Frankfurt. So kamen alle gesund und munter wieder  nach Hause zurück.

Und jetzt steht die 10. Fahrt vor der Tür. Am 19. Mai 2014 geht es unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln unseres Glaubens zum 2. Mal ins Heilige Land. Stationen werden am See Genezareth, Totes Meer von Jordanien aus, Jerusalem, Bethlehem, Jericho und Hebron sein. Dabei ist es eine Fortsetzung unserer Reise von 2010 und keine Wiederholung. Gott-sei-Dank werden wir diese Fahrt mit unserem Monsignore Schrupp unternehmen. 47 Teilnehmer freuen sich auf erlebnisreiche 11 Tage.

Was kann man nun resümierend zu den 10 Fahrten sagen. Es gab insgesamt 484 Teilnehmer, wobei es aber 201 unterschiedliche Menschen waren, die mit uns fuhren. Dies bedeutet, dass viele mehrmals mit fuhren. 24 Teilnehmer begleiten uns zum 5 Mal und mehr mit. 4 Teilnehmer erhalten dieses Mal eine Urkunde, weil sie alle Fahrten unternommen haben. Bei jeder Fahrt kam immer ein großes Gemeinschaftsgefühl auf. Auch Teilnehmer, die nicht zur Pfarrgemeinde Langenfeld gehören, fühlten  sich in der Gruppe wohl und voll integriert. Dies ist ja auch eine der Intentionen der Fahrten. Eine weitere ist, dass auf diese Weise Menschen an Orte gelangen, zu denen sie ohne die Gruppe nicht führen. Dabei werden immer ein religiöses und ein weltliches Programm geboten. Zu guter Letzt wird streng darauf geartet, dass die Fahrten zwar einen gewissen Standard garantieren, aber nicht zu teuer werden. Jeder soll die Möglichkeit haben, teilzunehmen.

Über die Zukunft der Fahrten braucht man sich keine Sorge machen, denn bis 2020 gibt es schon Ziele, zu denen man fahren will. Und auch danach werden die schönen Orte in der Welt nicht ausgehen, denn davon gibt es noch unzählige.

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Heinz Klöckner
Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

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Herzlich willkommen!

Die Pfarrei geht wieder auf Pilgerfahrt. Zeitraum ist der 19.-29. Mai 2014 und das Ziel wird wiederum Israel sein. Freuen Sie sich schon auf die Beiträge unserer Pilger!

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