Jerusalem, die heilige Stadt

Alle waren gespannt auf Jerusalem, der Stadt die in den letzten 4 Jahren ihre Einwohnerzahl von 420.000 Einwohnern auf ca. 800.000 verdoppelt hat. Hier leben die grossen Religionen Judentum, Muslime und Christen zusammen, wobei die Christen mit nur 2% vertreten sind.

Der erste Tag in Jerusalem empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Der Weg fuehrte uns geradewegs zum Oelberg. Zu Beginn besichtigten wir die Pater Noster Kirche. Diese wurde 614 von den Persern zerstoert, so dass heute nur noch die neu aufgebauten Grundmauern und ein Kreuzgang zu sehen sind. An dieser Stelle soll Jesus den Juengern das Vater Unser gelehrt haben. Deshalb kann man heute in beeindruckender Weise das Vater Unser in 80 verschiedenen Sprachen und Dialekten lesen.

Anschliessend genossen wir das Panorama von Jerusalem und konnten uns einen ersten Ueberblick ueber die Gotteshaeuser der verschiedenen Konfessionen verschaffen. Direkt vor unseren Fuessen lag der wichtigste juedische Friedhof. Ueber Jahrhunderte hinweg wuenschen sich fromme Juden nichts sehnlicher, als am Oelberg im Osten der Stadt bestattet zu werden, da hier das juengste Gericht statt finden soll.

Vom Friedhof ging es zur Kapelle Dominus Flevit. Diese Franziskaner-Kapelle erinnert an die Traenen, die Jesus am Palmsonntag geweint hat, als er den Untergang Jerusalems voraussah. Der Baumeister Antonio Barluzzi waehlte deshalb die Form eines Traenenflaeschchens fuer diese Kirche. Vom Inneren der Kapelle heraus hatten wir einen aussergewoehnlichen Blick auf den Felsendom, der mittig hinter dem Altar zu sehen ist, und die daneben liegende Grabeskirche.

Ueber den Palmsonntag-Weg ging es weiter Richtung Garten Gethsemane. Wir mussten aufpassen, dass wir auf dem steilen, glatten Steinweg nicht ausrutschten. Mitten im Garten Gethsemane liegt die wunderschoene Kirche der Nationen. Diesen Namen hat die Kirche, weil sie mit Hilfe von Spenden vieler Nationen erbaut werden konnte. Die Kirche ist auf dem Felsen erbaut, auf dem Jesus in Todesangst in der Nacht vor seiner Festnahme gebetet hat. Deshalb wird sie auch Basilika der Todesangst genannt. Es dringt nur wenig Licht in die Basilika und wir konnten in dieser Atmosphaere die Angst Jesu besser verstehen. Im Garten konnten wir 2.000 Jahre alte Olivenbaeume bewundern.

Gleich nebenan liegt die griechisch-orthodoxe Kirche, in der das Grab Mariens liegen soll. Von hier aus gingen wir zur Grotte von Gethsemane, in der Jesus festgenommen wurde.

Als naechstes gings hinauf zum Berg Zion zur Kirche St. Peter zum Hahnenschrei. Diese ist erbaut auf dem Gelaende, an dem Petrus Jesus 3x verleugnet hat.

Nach einer kurzen Mittagspause feierten wir mit Herrn Pastor Schrupp und Kaplan Metryk in der Kirche des hl. Johannes in En Kerem, dem Geburtsort von Johannes, einen spontan organisierten Gottesdienst.

Der kroenende Abschluss dieses ereignisreichen Tages wird die Stadtrundfahrt bei Nacht mit einem Besuch der Klagemauer.

 Text: Gabriele Esch & Gaby Theisen

 PS: Bitte nicht ueber die fehlenden Umlaute wundern … wir schreiben auf einer arabischen Tastatatur.

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Kirche der Nationen

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Kirche der Nationen

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