Jordanien – Jerash und Totes Meer

Heute sind wir zeitig aufgestanden. Um 7.30 Uhr Ortszeit setzt sich unser Bus schon in Bewegung. Südlich des See‘s Genezareth bildet der Jordan die Grenze zu Jordanien. Er ist dort kaum größer als die Nette bei Mayen oder die Nitz bei St. Jost.

Die beidseitigen Grenzformalitäten dauern ca. 2 Std. Zusätzlich müssen wir den Bus samt Fahrer und Reiseleiter wechseln, da die Jordanier Ihre eigenen Leute einsetzen. Mit Farah, unserem neuen Führer, sowie Ali dem Fahrer kommen wir aber auch gut zurecht. Es steigt dann noch ein Tourismus-Polizist zu, der für uns da ist, falls etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte.

Dann beginnt unsere Fahrt durch Jordanien zur antiken Stadt Jerash. Die Landschaft unterwegs ist karg und trocken, oft wüstenartig. Hin und wieder sieht man Oliven- und niedere Eichenbäume. In der Nähe von Ortschaften auch Landwirtschaft.

In Jerash sind die erhaltenen oder wieder ausgegrabenen Bauwerke aus der Römerzeit heute von Straßen und Neubauten umgeben. Das ganze antike Areal hat jedoch beträchtliche Ausmaße und man kann anhand der noch vorhandenen Bausubstanz erahnen, dass die Stadt früher eine große Bedeutung hatte. Farah führt uns durch das Gelände und erklärt ausführlich die Geschichte von Jerash.

Besonders erwähnenswert sind die vielen antiken Säulen (teilweise noch sehr guter Zustand), die in das ovale Forum münden, der zu Ehren des Kaisers Hadrian erbaute Triumphbogen, das Nymphäum, die original gepflasterte Straße sowie vor allem das sehr gut erhaltene, große Südtheater.

In weiteren gut zwei Stunden Fahrzeit geht es über Amman, der Hauptstadt von Jordanien, zum Toten Meer. Dort verbringen wir am Nordufer eine Nacht in dem Hotel „Winter Valley Warwick“, nur 400 Meter vom Ufer des Meeres entfernt. „The Dead Sea“ liegt über 400 m unter dem Meeresspiegel und der Salzgehalt beträgt ca. 34 % (Mittelmeer z. B. ca. 3-4%).

Bei Temperaturen um die 30 Grad gehen fast alle unserer Gruppe an den Hotelstrand und jeder stellt natürlich fest: Das Wasser trägt uns tatsächlich. Es ist ganz leicht, nur auf den Rücken legen, die Beine hoch und treiben lassen. Vorsicht ist jedoch geboten, denn im tieferen Wasser kommt man schlecht wieder auf die Fuesse. Wegen Vergiftungs- und Veraetzungsgefahr darf keine Sole in die Augen oder die Lunge geraten.

Beim jordanischen Abendessen haben wir wieder viel zu erzählen.

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Sonnenaufgang am See Genezareth

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