Stimmung gegen Ende des Jerusalemtags

Der Jerusalemtag wird gefeiert am 28. Mai und bedeutet die Wiedervereinigung der ehemals zweigeteilten Stadt im Jahr 1967. Nicht alle Bevölkerungsgruppen sind mit der damit verbundenen Verwaltung durch den Staat Israel einverstanden. Gegen Abend wollen einige aus unserer Gruppe noch letzte Einkäufe in der Stadt erledigen. Dieses Vorhaben misslingt, weil es in der Nähe unseres Hotels zu einem Tumult auf der Straße kommt. Steine fliegen, von Tränengas ist die Rede. Die Israelische Polizei schreitet ein, der Krawall wird aufgelöst. Ein wenig konsterniert gehen wir zum Abendessen.

Gegen 21. Uhr begebe ich mich auf die Dachterrasse des Hotels Ritz, um in Ruhe den Bericht von Gerda, Gisela und Eliane in den Laptop einzutippen. Ein kühler Wind weht. Bei aller Hitze des Tages – in Jerusalem kann es abends dennoch ziemlich frisch sein. Während ich ins Schreiben vertieft bin, beginnen irgendwann die Muezzine mit ihrem Aufruf zum Abendgebet. Von den vielen verschiedenen Minaretten ertönt ihr melodischer Gesang, geht wie untereinander abgesprochen ineinander über, verwoben zu einem wundervollen Klangteppich über dem im abendlichen Lichterglanz liegenden Jerusalem. Und in dieser feierlich anmutenden Stimmung wünsche ich mir, Jerusalem wäre immer so friedlich, wie es in diesem Moment erscheint.

 Adelheid

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Die letzten 2 Tage unserer Pilgerfahrt

Vergangenheitsbewältigung

Am Mittwoch, dem 28.05.14 kann jeder seinen Tag selber gestalten. Etwa 30 Personen unserer Gruppe entscheiden sich für die Teilnahme an der angebotenen Fahrt zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Marion führt uns am Anfang zum Denkmal für die Kinder. In einem total dunklen und verspiegelten Gang (Halle) leuchten unzählbare Lichter. In die Stille hinein nennen abwechselnd eine Frauen- und Männerstimme den Namen, Herkunftsland und Alter eines umgebrachten Kindes. Ein beklemmender Raum für uns.

In dem Hauptgebäude wird dann der Werdegang des Holocaust in vielen Originalteilen, Filmen, Bildern und Schriftstücken dargestellt. Es ist eine Erweiterung und Ergänzung von dem, was wir aus den deutschen Medien und der Literatur bisher bereits kannten.

Für mich persönlich bleibt die Erkenntnis: Zur Deutschen Kultur und Geschichte gehören eben nicht nur Ereignisse wie die Varusschlacht im Teutoburger Wald sowie die großen Dichter, Denker und Komponisten, sondern leider auch die planmäßig durchgeführte Judenvernichtung in Europa durch das Naziregime. Wir Nachfolgegenerationen sollten uns der Verantwortung bewusst sein, dass so etwas niemals wieder passieren darf.

Erholung finden wir anschließend, wie am Tag zuvor, im österreichischen Hospiz, mitten in der Jerusalemer Altstadt. Es ist Jerusalem-Tag und die Stadt ist voller Menschen. Es geht teilweise laut her in den Basargassen.

Die Messe in der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg findet dann am Nachmittag leider nicht statt, es gab am Tag zuvor einen kleinen Brandanschlag. Der Novize Simeon stellt sich als echter Mayener Jung vor, was natürlich direkt eine gewisse Vertrautheit herstellt. Er erzählt, dass der Grund für den Anschlag der Papstbesuch gewesen sein kann. Die Aufräumungsarbeiten sind noch im Gang. Wir weichen mit unserer Andacht auf die benachbarte Franziskanerkirche aus und können dann aber am Abflugtag, morgens um Zehn an einer feierlichen Messe in der Benediktinerabtei teilnehmen. Dies ist ein würdiger Abschluss unserer Reise. Die Kirche hat eine hervorragende Akustik und die Ausstattung ist sehenswert.

Wir nehmen anschließend Abschied von Jerusalem und der Bus bringt uns nach Jaffa bei Tel Aviv. Der Ort liegt direkt am Meer mit einem schönen Strand und entsprechendem Panorama. Wir besichtigen noch die Kirche St. Peter auf einem kleinen Hügel oberhalb des Meeres und fahren anschließend zum Flughafen Ben Gurion. Er gilt als einer der sichersten der Welt.

Marion hilft uns noch beim einchecken und verabschiedet sich dann. Mit ihr hatten wir die 11 Tage eine kompetente und neutrale Reiseleiterin, die immer beide Seiten bei ihren Erklärungen berücksichtigte. Unser Fahrer Johnny lenkte den Bus immer gekonnt und mit Umsicht, auch durch engste Straßen.

Das Personal im Flughafen ist sehr zuvorkommend und freundlich und die Abfertigung geschieht problemlos. Kurz nach 19.oo Ortszeit hebt der Flieger ab und mit einem letzten Blick auf die Skyline von Tel Aviv verabschieden wir uns vom Heiligen Land und nehmen Kurs auf die Heimat.

Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg

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Tempelberg und Grabeskirche

Heute sind wir nach dem zeitigen Frühstück um 6.50 Uhr, fast noch vor dem ersten Hahnenschrei, aufgebrochen. Unser erstes Ziel: Der Felsendom und die Al Aksa Moschee auf dem Tempelberg (Berg Moriah).

Doch zunächst hieß es anstellen am Sicherheitskontrollpunkt vor der Klagemauer. Brave Pilger wie wir, die den guten Anweisungen ihrer Reiseleitung folgen, d.h. ohne jegliche Taschen und mit „heiliger Kleidung“, werden hier zügig eingelassen.

Wir erreichen den Tempelplatz: Betende Menschen, verschiedene Pilgergruppen und hohe Präsenz der Polizei. Beeindruckende Momente vor dem Felsendom mit seiner goldenen Kuppel. Ein passender Ort für unser Gruppenfoto. Dann wird uns die angespannte Situation hier oben deutlich, als muslimische Frauen und Männer mit sehr lauten Gebetsrufen reagieren, wo immer jüdische Besucher auftauchen!

Wir verlassen den Platz und gehen zur St. Anna Kirche und den Bethesda-Teichen. Wir geben ein kleines „Konzert“ in dieser Kirche, die für ihre gute Akustik bekannt ist. Spontaner Dirigent ist unser Monsignore J. Schrupp!

Wir gehen weiter durch die Altstadt und erreichen Lithostrotos, die Gerichtsstelle, an der auch Jesus verurteilt wurde. Hier befindet sich noch ein Stück des damaligen Wegepflasters. Es ist recht gut erhalten. Wir sehen in die Steine eingeritzte Spiele. Sie stammen wohl von den ehemaligen Wachsoldaten und dienten ihnen als Zeitvertreib!

Jetzt geht`s weiter zur Geißelungskapelle. Wir dürfen die Heilige Messe feiern. Auch ohne Liederhefte (wir sind ja heute ohne Gepäck unterwegs!) wird es eine stimmungsvolle Messe.

Einige Häuser weiter machen wir Mittagspause im österreichischen Hospiz. Hmmm…! Wienerschnitzel – Käsespatzen – Apfelstrudel….mmmh! Eine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit inmitten Jerusalems buntem Trubel der Altstadt. Noch ein Blick vom Dach, dann wieder zurück in die schmalen Gassen.

Unser nächstes Ziel ist die Grabeskirche. Wir nehmen den Pilgerweg durch die Via Dolorosa, dem Leidensweg Jesu mit den Kreuzwegstationen. An einigen Stationen halten wir inne und beten mit Monsignore J. Schrupp.

Zu dieser Zeit verursachen wir jedesmal einen kleinen Stau in der Via Dolorosa, wenn wir stehen bleiben. Denn hier reiht sich ein kleiner Laden an den anderen und für die Menschen in Jerusalem geht das Alltagsleben weiter. Die letzten drei Stationen sind innerhalb der Grabeskirche:

der Felsen Golgotha =       XII

der Salbungsstein     =       XIII

das Grab Jesu            =      XIV.

Hunderte von Menschen wollen den Felsen, den Salbungsstein und das Grab berühren. Überall lange Warteschlangen. Wir beschließen, dass ab hier jeder für sie alleine weiter geht. Der Rest des Nachmittags steht uns zur freien Verfügung bis zum Abendessen um 19.00 Uhr.

 Nachtprogramm:

Nach der Anmeldung bei einem Franziskanerpater erhalten wir die Erlaubnis, von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr in der Frühe in der verschlossenen Grabeskirche zu verbringen. Er macht sich eine Notiz und gibt uns eindringliche Anweisung, wo wir um 20.45 Uhr sein müssen!

No foto, no singing, no sleeping!!! No light (Kerzen)! Only for Prayers!

Und so sitzen Pater Medryk, Eliane, Gisela und Gerda mit 8 weiteren Pilgern um kurz vor neun brav auf einer Holzbank am Eingang der Kirche. Wir beobachten das Schließungsritual der Kirche, dann nochmal eindringliche aber freundliche Hinweise für die Nacht. No sleeping!!…

Jetzt wird die Kirche erstmal gereinigt. Wir Pilger machen uns auf den Weg und suchen ein erstes Gebetsplätzchen – jeder für sich. Während der Nacht betet man mal hier, mal dort. Wir dürfen uns überall frei bewegen – sitzen – knien – stehen. STILLE!

Gegen 23.30 Uhr beginnen an der Grabeskapelle die Vorbereitungen zur griechisch-orthodoxen Messe. Wir sind stille Beobachter, als sie um 0.30 Uhr beginnt. Zum Nachtgebet der Franziskaner vor dem Tabernakel ihrer Kirche sind wir aber eingeladen. Dann schließen sie ihre Kirche und wir hören, riechen (Weihrauch) und sehen, wie die griechisch-orthodoxe Messe gefeiert wird. Sie dauert sehr lange, bis 2.15 Uhr; dann dürfen wir auch wieder ans Grab Jesu. Viel Zeit, hier zu verweilen. Manchmal werden uns die Augenlider schwer…. Ein wenig hin- und hergehen hilft. Oder den Gebetsplatz wechseln: Hinab in die Krypta oder nach oben, nach Golgotha. Ab 3.45 Uhr beginnen die Vorbereitungen für die Morgenmesse in der Grabeskapelle.

Unsere Nacht endet mit dem Öffnungsritual des Kirchenportals.

Müde, aber froh und dankbar, machen wir uns auf den Weg zum Hotel.

 Tagesredaktion 27. auf 28.05.2014: Gisela & Eliane & Gerda

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Ein erlebnisreicher Tag in Bethlehem

Nach dem Frühstück fuhren wir, weil große Teile der Hauptstraße in Jerusalem durch den Papstbesuch gesperrt waren, auf Umwegen nach Bethlehem.

Da Bethlehem im besetzten palästinensischen Gebiet liegt, mussten wir durch einen Grenzübergang mit einer Mauer, wie zu Zeiten der ehemaligen DDR fahren.

Unsere Reiseleiterin Marion, erzählte auf der Fahrt vieles über die Stadt mit mehrheitlicher Muslemischer Bevölkerung und ca. 80.000 Einwohnern.

In Bethlehem angekommen, hatten wir eine Einkaufsmöglichkeit in einem großen Geschäft mit religiösen Andenken.

Danach fuhren wir zur Franziskaner Kirche  auf den Hirtenfeldern, wo in Grotte Nr. 2 eine heilige Messe gefeiert wurde.

Nach der Besichtigung der Hirtenfelder, ging es weiter zu  Frau FatenMukarker, einer palästinensischen Christin, die 20 Jahre in Deutschland gelebt hat.

Frau Mukarker erzählte uns beim gemeinsamen Mittagessen in ihrem Privathaus die Lebensgeschichte von sich und der Familie, die sie auch in einem Buch niedergeschrieben hat.

Anschließend besuchten wir die Schule „TalithaKumi“  die aus Deutschland finanziell unterstützt wird.

Die Geburtskirche Jesu im Stadtteil BetSohour war unser nächstes Ziel. Nach kurzer Zeit des Wartens, konnten wir die Geburtsgrotte Jesu besuchen und den Stern, der an der Stelle liegt wo Jesus geboren wurde, mit der Hand berühren.

Ein typisch orientalisches Abendessen wurde heute in einem Beduinenzelt gemeinsam eingenommen. Einige probierten sogar die gereichte Wasserpfeife.

Voller Eindrücke fuhren wir zurück zum Hotel und damit ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

Text: Die Schumachers aus Wanderath und Langscheid.

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Am Sonntag nach Palästina!

Aufgrund des Papstbesuches wurde unser Programm für den heutigen Tag kurzfristig umgestellt. Ohne unseren Pastor Schrupp machten wir uns auf den Weg nach Herodion mit einem vorherigem Halt an einem Aussichtspunkt mit besonderem Blick über Jerusalem. Hier war für unsere Reiseleiterin Marion der Zeitpunkt gekommen um mit uns über die Geschichte und politische Situation des Landes Israel zu sprechen. Am Ende des Vortrags wurde uns die Ausweglosigkeit bewusst.

Auf dem Weg nach Herodion fuhren wir auf einen kraterförmigen Berg zu. Über einen steilen Fußweg erreichten wir die Ruine des königlichen Palastes, den König Herodes als Grabmal für sich um 20 v.Chr. errichten ließ. Der Weg zurück zum Ausgangspunkt führte uns durch unterirdische Gänge und steile Treppen vorbei an einer historischen Theaterruine wieder ans Tageslicht.

Für die Mittagspause war ein Picknick geplant. Über einen abenteuerlichen Weg, gekonnt gefahren durch unseren Busfahrer Jonny, erreichten wir einen ganz besonderen Aussichtspunkt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Marion und Jonny für ein besonders liebevoll gestaltetes Picknick.

Weiter ging die Fahrt ins 31 km südlich von Jerusalem gelegene Hebron. Das biblisch bedeutsame Hebron, im palästinensischen Autonomiegebiet gelegen, ist mit 160000 Palästinensern und ca. 600 jüdischen Siedlern die zweitgrößte Stadt im Westjordanland. Nachdem wir mehrere durch Militär bewachte Checkpoints passiert hatten erreichten wir im palästinensischen Gebiet unsere Ansprechpartner der „Christian Peacemaker“, einer Organisation die sich für Humanität und Frieden einsetzt. Während des Vortags wurde uns deutlich, dass ein friedliches Zusammenleben der extrem unterschiedlichen Glaubensrichtungen sehr schwierig ist. Wir waren alle deprimiert!

Anschließend besichtigten wir die Patriarchengräber von Hebron. Muslime, Juden und Christen verehren hier die Gräber von Jakob, Lea, Joseph, Abraham, Sara, Isaak und Rebekka.

Gegen 17 Uhr machten wir uns auf den Heimweg zurück nach Jerusalem. Jetzt bekamen wir die Auswirkungen des Papstbesuches zu spüren, wir standen im Stau!!!

Die Virneburger Pilger:

Ursula, Alfred, Heike, Jürgen, Renate, Theo u. Resi

Jerusalem, So. 25. Mai 2014

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Jerusalem, die heilige Stadt

Alle waren gespannt auf Jerusalem, der Stadt die in den letzten 4 Jahren ihre Einwohnerzahl von 420.000 Einwohnern auf ca. 800.000 verdoppelt hat. Hier leben die grossen Religionen Judentum, Muslime und Christen zusammen, wobei die Christen mit nur 2% vertreten sind.

Der erste Tag in Jerusalem empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Der Weg fuehrte uns geradewegs zum Oelberg. Zu Beginn besichtigten wir die Pater Noster Kirche. Diese wurde 614 von den Persern zerstoert, so dass heute nur noch die neu aufgebauten Grundmauern und ein Kreuzgang zu sehen sind. An dieser Stelle soll Jesus den Juengern das Vater Unser gelehrt haben. Deshalb kann man heute in beeindruckender Weise das Vater Unser in 80 verschiedenen Sprachen und Dialekten lesen.

Anschliessend genossen wir das Panorama von Jerusalem und konnten uns einen ersten Ueberblick ueber die Gotteshaeuser der verschiedenen Konfessionen verschaffen. Direkt vor unseren Fuessen lag der wichtigste juedische Friedhof. Ueber Jahrhunderte hinweg wuenschen sich fromme Juden nichts sehnlicher, als am Oelberg im Osten der Stadt bestattet zu werden, da hier das juengste Gericht statt finden soll.

Vom Friedhof ging es zur Kapelle Dominus Flevit. Diese Franziskaner-Kapelle erinnert an die Traenen, die Jesus am Palmsonntag geweint hat, als er den Untergang Jerusalems voraussah. Der Baumeister Antonio Barluzzi waehlte deshalb die Form eines Traenenflaeschchens fuer diese Kirche. Vom Inneren der Kapelle heraus hatten wir einen aussergewoehnlichen Blick auf den Felsendom, der mittig hinter dem Altar zu sehen ist, und die daneben liegende Grabeskirche.

Ueber den Palmsonntag-Weg ging es weiter Richtung Garten Gethsemane. Wir mussten aufpassen, dass wir auf dem steilen, glatten Steinweg nicht ausrutschten. Mitten im Garten Gethsemane liegt die wunderschoene Kirche der Nationen. Diesen Namen hat die Kirche, weil sie mit Hilfe von Spenden vieler Nationen erbaut werden konnte. Die Kirche ist auf dem Felsen erbaut, auf dem Jesus in Todesangst in der Nacht vor seiner Festnahme gebetet hat. Deshalb wird sie auch Basilika der Todesangst genannt. Es dringt nur wenig Licht in die Basilika und wir konnten in dieser Atmosphaere die Angst Jesu besser verstehen. Im Garten konnten wir 2.000 Jahre alte Olivenbaeume bewundern.

Gleich nebenan liegt die griechisch-orthodoxe Kirche, in der das Grab Mariens liegen soll. Von hier aus gingen wir zur Grotte von Gethsemane, in der Jesus festgenommen wurde.

Als naechstes gings hinauf zum Berg Zion zur Kirche St. Peter zum Hahnenschrei. Diese ist erbaut auf dem Gelaende, an dem Petrus Jesus 3x verleugnet hat.

Nach einer kurzen Mittagspause feierten wir mit Herrn Pastor Schrupp und Kaplan Metryk in der Kirche des hl. Johannes in En Kerem, dem Geburtsort von Johannes, einen spontan organisierten Gottesdienst.

Der kroenende Abschluss dieses ereignisreichen Tages wird die Stadtrundfahrt bei Nacht mit einem Besuch der Klagemauer.

 Text: Gabriele Esch & Gaby Theisen

 PS: Bitte nicht ueber die fehlenden Umlaute wundern … wir schreiben auf einer arabischen Tastatatur.

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Kirche der Nationen

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Kirche der Nationen

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Wir kommen nach Jerusalem

Gut gestärkt, nach einem leckeren Frühstück, machten wir uns auf den Weg zur Jordantaufstelle.

An dieser Stelle bildet der Jordan die Grenze zwischen Jordanien und Israel und ist nur wenige Meter breit. Auf israelischer Seite ließ sich eine Gruppe von etwa zehn Gläubigen im Jordan taufen. Die Vorbereitungen für den Papstbesuch, der für den 24. Mai 2014 angekündigt ist, waren in vollem Gange.

Voller emotionaler Eindrücke und mit viel Jordanwasser im Gepäck, verließen wir das Gebiet um den Jordan und fuhren in Richtung Grenze.

Nachdem wir es endlich geschafft hatten, alle Formalitäten abzuwickeln, waren wir froh endlich wieder israelischen Boden unter den Füssen zu haben. Alleine die Abwicklung hatte uns 3 Stunden unserer wertvollen Zeit gekostet. Jetzt wissen wir es erst zu schätzen, wie gut wir es in der EU ohne Grenzkontrollen haben.

Nun konnten wir den Besuch des orthodoxen Felsenklosters bei Jericho in Angriff nehmen. Glücklich waren wir, als es alle nach der Fahrt mit der Seilbahn bis unterhalb der Anlage geschafft hatten. Anschließend hieß es Treppen steigen. Vor dem Kloster angekommen, waren wir sehr enttäuscht, als das „Kloster der Versuchung“ geschlossen war.

Erst als der noch einzige Mönch im Kloster uns nach eingehender Prüfung mit dem Fernglas für würdig befunden hatte und unsere Reiseleiterin Marion ihre Connection spielen gelassen hatte, durften wir das Kloster mit Andacht besuchen. Wie im orthodoxen Christenglauben üblich, ist die Kirche mit vielen Ikonen ausgestattet.

Von Jericho aus fahren wir von 200 m unter dem Meeresspiegel auf das 800 m über dem Meeresspiegel liegende Jerusalem und merken deutlich den Temperaturunterschied.

Wir haben schnell unsere Zimmer bezogen, in denen wir jetzt bis zum Ende unserer Pilgerreise bleiben werden.

Die Sonne in Jerusalem ist nun untergegangen und es ist Sabbat.

Petra Klapperich

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Jordanien – Jerash und Totes Meer

Heute sind wir zeitig aufgestanden. Um 7.30 Uhr Ortszeit setzt sich unser Bus schon in Bewegung. Südlich des See‘s Genezareth bildet der Jordan die Grenze zu Jordanien. Er ist dort kaum größer als die Nette bei Mayen oder die Nitz bei St. Jost.

Die beidseitigen Grenzformalitäten dauern ca. 2 Std. Zusätzlich müssen wir den Bus samt Fahrer und Reiseleiter wechseln, da die Jordanier Ihre eigenen Leute einsetzen. Mit Farah, unserem neuen Führer, sowie Ali dem Fahrer kommen wir aber auch gut zurecht. Es steigt dann noch ein Tourismus-Polizist zu, der für uns da ist, falls etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte.

Dann beginnt unsere Fahrt durch Jordanien zur antiken Stadt Jerash. Die Landschaft unterwegs ist karg und trocken, oft wüstenartig. Hin und wieder sieht man Oliven- und niedere Eichenbäume. In der Nähe von Ortschaften auch Landwirtschaft.

In Jerash sind die erhaltenen oder wieder ausgegrabenen Bauwerke aus der Römerzeit heute von Straßen und Neubauten umgeben. Das ganze antike Areal hat jedoch beträchtliche Ausmaße und man kann anhand der noch vorhandenen Bausubstanz erahnen, dass die Stadt früher eine große Bedeutung hatte. Farah führt uns durch das Gelände und erklärt ausführlich die Geschichte von Jerash.

Besonders erwähnenswert sind die vielen antiken Säulen (teilweise noch sehr guter Zustand), die in das ovale Forum münden, der zu Ehren des Kaisers Hadrian erbaute Triumphbogen, das Nymphäum, die original gepflasterte Straße sowie vor allem das sehr gut erhaltene, große Südtheater.

In weiteren gut zwei Stunden Fahrzeit geht es über Amman, der Hauptstadt von Jordanien, zum Toten Meer. Dort verbringen wir am Nordufer eine Nacht in dem Hotel „Winter Valley Warwick“, nur 400 Meter vom Ufer des Meeres entfernt. „The Dead Sea“ liegt über 400 m unter dem Meeresspiegel und der Salzgehalt beträgt ca. 34 % (Mittelmeer z. B. ca. 3-4%).

Bei Temperaturen um die 30 Grad gehen fast alle unserer Gruppe an den Hotelstrand und jeder stellt natürlich fest: Das Wasser trägt uns tatsächlich. Es ist ganz leicht, nur auf den Rücken legen, die Beine hoch und treiben lassen. Vorsicht ist jedoch geboten, denn im tieferen Wasser kommt man schlecht wieder auf die Fuesse. Wegen Vergiftungs- und Veraetzungsgefahr darf keine Sole in die Augen oder die Lunge geraten.

Beim jordanischen Abendessen haben wir wieder viel zu erzählen.

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Sonnenaufgang am See Genezareth

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Nazareth

Heute führt uns der Tag etwas vom See Genezareth fort. Unterwegs sehen wir, dass die Getreidefelder zum großen Teil bereits abgeerntet sind.

Wir fahren über Tiberias nach Nazareth. Dort gehen wir zur Josefskirche, wo Monsignore Schrupp eine Messe hält. Direkt daneben befindet sich die Verkündigungsbasilika, wo der Bibel nach der Erzengel Gabriel Maria erschien. In der Basilika, wie auch in den Aussenanlagen befinden sich sehr viele Marien-Kunstwerke, die von diversen Künstlern aus vielen Ländern der Welt erstellt worden sind. Die bildlichen Darstellungen zeigen die kreative Vielfalt der Künstler. Verschiedene Werke sind konservativ gestaltet, andere Darstellungen z. B. jene aus den USA kann man unter dem Begriff „Moderne Kunst“ ansprechen.

Danach gehen wir einige Meter durch den Bazar zur Gabrielskirche mit dem Marienbrunnen. Der Bazar ist ein kunterbuntes Sammelsorium der verschiedensten Gebrauchsgegenstände inklusive Kleidung. In der orthodoxen Gabrielskirche sehen wir die Quelle, welche zur Zeit Marias schon existierte. Hier haben wir noch einige geruhsame Minuten, bevor wir wieder zum Bus gehen.

Die Mittagspause verbringen wir in Kanaa, der Ortschaft wo Jesus der Bibel nach sein erstes Wunder vollbrachte.

Die Fahrt bringt uns nun zum Berg Tabor. Dort gibt es größere Pinienwälder. Die letzten Km steigen wir in kleinere Busse um, weil die Straße zu steil und schmal ist. An einer schattigen Sitzgelegenheit erklärt uns Marion die Geschichte des Berg Tabor mit der entsprechenden Bibelstelle. Wir besichtigen die Verklärungskirche und schauen vom Berg in die Weite des Landes.

Anschließend geht es zurück zum Hotel. Es folgt bereits unsere letzte Nacht im Nof Ginosar.

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Berg Tabor, Verklärungskirche

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Berg Tabor

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Wir sind nach Hause gekommen.

 Shalom

Unser Monsignore Schrupp sagte in seiner Begrüßung, dass wir in Israel nach Hause kommen. Die biblischen Orte Bethlehem, Jerusalem und Nazareth sind den Menschen von Kind an vertraut, lange vor anderen Begriffen und Orten der Welt.

In diesem Sinne können wir dies nur bestätigen. Die ersten beiden Tage vermittelten uns Vertrautheit und Geborgenheit. Ich habe mal den Satz gesprochen, dass jeder gläubige Mensch eine Vorstellung vom Heiligen Land hat. Wenn man hier ist, bekommt dieser Glaube ein Bild.

Es ist wieder eine gute Gruppe zusammen. Dieses Mal sind viele Teilnehmer zum ersten Mal dabei. Jeder kann mit jedem. Sie fügen sich harmonisch ein.

Wir können gespannt auf die nächsten Tage sein. Es sieht so aus, als wenn am 29. Mai 45 zufriedene und glückliche Menschen nach Langenfeld zurückkommen.

Heinz Klöckner

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